Was ist die Inkubationszeit einer Geschlechtskrankheit?

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Inkubationszeit Geschlechtskrankheit

Was ist die Inkubationszeit einer Geschlechtskrankheit?

Geschlechtskrankheiten können sind sehr unangenehme Infektionen der Geschlechtsorgane. In den meisten Fällen ziehen sie sich eine Geschlechtskrankheit durch ungeschützten Geschlechtsverkehr zu. Daher ist es so wichtig sich immer entsprechend zu schützen und Kondome regelmäßig zu benutzen, sofern sie sexuell aktiv sind. Es gibt sehr viele verschiedene Geschlechtskrankheiten (= engl. STD), die weit verbreitet sind. Diese haben verschiedene Inkubationszeiten. Die Inkubationszeit ist der Zeitraum ab Infektion, bis zum eigentlichen Ausbrauch der Krankheit. Es ist die Zeit in der sich die Bakterien im Körper vermehren, bis ihre Zahl eine kritische Masse erreicht, die zum Ausbruch von Symptomen führt. Lange Inkubationszeiten können sehr tückisch sein, da sie oft nicht merken, dass sie sich eine STD zugezogen haben. Erst Wochen später treten die ersten Symptome auf und erst dann spielen sie mit dem Gedanken zum Arzt zu gehen und sich testen zu lassen.

Die Inkubationszeit hängt vom Erreger ab

Ganz einfach gesagt: Jede Geschlechtskrankheit hat eine andere Inkubationszeit. Eine der häufigsten Krankheiten, Gonorrhö, umgangssprachlich auch Tripper genannt, hat eine Inkubationszeit von zwei bis vier Tagen. Damit hat sie eine der kürzesten Inkubationszeiten. Symptome bemerken sie relativ schnell. Symptome können Juckreiz, Ausfluss und stechende Schmerzen am Geschlechtsorgan sein. Der Krankheitsverlauf kann aber auch komplett ohne Symptome ablaufen und erst durch eine Verteilung der Erreger im Blutkreislauf zu Fieber und Gliederschmerzen führen. Gonorrhö ist mit Antibiotika sehr gut heilbar und stellt für Menschen keine akute Bedrohung mehr dar.

Eine weitere bekannte Geschlechtskrankheit ist die Syphilis. Die Inkubationszeit der Syphilis beträgt ganz anders als die der Gonorrhö ganze zwei bis sechs Wochen. Von der Infektion bis zum Ausbruch erster Symptome dauert es also. Die ersten Symptome sind eine Verhärtung der Lymphdrüsen an der Eintrittsstelle der Bakterien. Die Verhärtung wird ebenso oft übersehen, weshalb Syphilis im Anfangsstadium oft unbehandelt bleibt, dann aber mit Antibiotika (Penicillin) sehr gut behandelbar ist. Früher war Syphilis eine ernstzunehmende Geschlechtskrankheit, die zum Tode führte, bis Penicillin als Heilmittel entdeckt wurde.

Die Krankheit, die absolut am häufigsten in Deutschland erscheint ist die Ansteckung mit Chlamydien. Der Erreger, die Chlamydien, sind keine wahren Bakterien, sondern nur bakterienähnliche Mikroorganismen. Dennoch kann eine Chlamydien- Infektion ernste Folgen für ihre Gesundheit haben und sollte in jedem Fall schnell behandelt werden. Symptome treten nach ein bis drei Wochen auf und können Ausfluss, Unterleibsschmerzen und schmerzhaftes Urinieren sein. Auch eine Chlamydien – Infektion wird mit Antibiotika behandelt. Chlamydien werden sehr oft unbehandelt belassen, da diese Krankheit häufig ohne Symptome auftritt und dann schlichtweg nicht auffällt.

Regelmäßige Kontrolle bei Verdacht ist enorm wichtig

Betrachtet man die unterschiedlichen Inkubationszeiten so wird deutlich, wie wichtig es ist sich rechtzeitig testen zu lassen, sofern ein Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit besteht. Der Verdacht muss sich nicht nur durch Symptome manifestieren. Allein das Wissen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer fremden Person gehabt zu haben, sollte ausreichen um einen STD Test durchzuführen. Das Warten auf Symptome kann bei Inkubationszeiten von mehreren Wochen sehr schwere Folge haben und die Heilung der Krankheiten verzögern.

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