DIE INKUBATIONSZEIT VON GONORRHÖE

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Mai 4, 2018
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Gonorrhöe

DIE INKUBATIONSZEIT VON GONORRHÖE

Gonorrhöe ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten Deutschlands und wird im Volksmund auch öfter Tripper
genannt. Verantwortlich für den Ausbruch der Krankheit sind die sogenannten Gonokokken. Diese Bakterien befallen
Schleimhäute und sind damit über jeglichen Austausch der Schleimhäute übertragbar. Die Gonorrhöe verläuft bei
Männern und Frauen meist sehr unterschiedlich. Die ersten Symptome treten nach ein bis zwei manchmal aber auch
erst nach bis zu zehn Tagen auf. Männer fühlen Schmerzen und eine Entzündung des Harnleiters. Es kann zu leichtem
Ausfluss und Sekretion kommen. Im weiteren Verlauf werden die Beschwerden immer intensiver und es kommt zu
einer Verbreiterung der Infektion auf andere Schleimhäute des Körpers. Frauen erleben das Anfangsstadium der
Gonorrhöe oftmals ganz anders. Bei ihnen treten Symptome nur sehr schwach oder gar nicht auf. Erst wenn die
Erreger Harnleiter, gegebenenfalls auch Gebärmutterhals befallen kommt es zu starken Schmerzen und Ausfluss.
Fieber kann eine weitere Begleiterscheinung sein.

ÜBERTRAGUNG DURCH SCHLEIMHÄUTE

Da Gonokokken über Schleimhäute in den Körper finden, können sie auch im Mund und Rachen Raum, sowie am
After zu finden sein. Ebenso können sie an die Augen gelangen, wenn Infizierte sich mit verschmutzen Händen die
Augen reinigen. Überall wo sie auftreten verursachen sie Entzündungen, die mit mäßigen bis starken Schmerzen
einhergehen, je nachdem wo die Entzündung auftritt. Bleibt eine rechtzeitige Behandlung der Gonorrhöe aus, dann
besteht die Gefahr, dass benachbarte Organe und Bindegewebe befallen werden. Dies kann zu starken
gesundheitlichen Schäden führen, die ernste Komplikationen zur Folge haben. Beim Mann sind ernste
Komplikationen eine Prostataentzündung, Nebenhodenentzündung und damit verbundene Unfruchtbarkeit. Auch
bei Frauen kann es zu einer Unfruchtbarkeit kommen, wenn Gebärmutterhals, Eileiter, Eierstöcke und Bauchfell sich
entzünden und unbehandelt bleiben.

SOGAR GELENKSCHMERZEN UND GELENKSCHÄDEN KÖNNEN DIE FOLGE SEIN

Gelangen die Erreger in den Blutkreislauf, wird die Krankheit nur noch sehr schwer behandelbar und führt darüber
hinaus zu Gelenkbeschwerden/Gelenkentzündungen, Fieberschüben und Hautirritationen. Auch eine
Hirnhautentzündung kann die Folge sein.

BEHANDLUNG MIT ANTIBIOTIKA IST UNUMGÄNGLICH

Die vollständige Genesung einer früh erkannten Tripper Infektion ist gut möglich und wird meist mit der einmaligen
Gabe eines Antibiotikums erreicht. Früher war Penicillin das meistverwendete Antibiotikum. Da die meisten
Gonokokken Stämme allerdings Resistenzen dagegen entwickelt haben, werden heutzutage neue Antibiotika
eingesetzt. Diese sind Cephalosporine, Gyrasehemmer, Ciprofloxacin, Ofloxacin, Spectinomycin oder Levofloacacin.
Sie töten den Erreger im Körper zuverlässig aber. Nach ein bis zwei Wochen ist eine Nachkontrolle des Patienten
nötig, um zu überprüfen ob der Erreger wirklich vollständig beseitigt wurde. Auch eventuelle Partner sind auf
Gonorrhöe zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Geschlechtsverkehr sollte im Behandlungszeitraum
nicht stattfinden, um eine Neuinfektion zu vermeiden.
Gonorrhöe hat die mit kürzeste Inkubationszeit. Es brechen schon nach wenigen Tagen nach Infektion die ersten
Symptome aus. Der Erreger ist sehr aggressiv und vermehrt sich, sobald er im Körper Schleimhäute befallen hat
rasend schnell. Wenn die Anzahl der Gonokokken eine kritische Masse erreicht hat, fangen Symptome an. Die
Krankheit bricht demnach offiziell aus.

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